Mittwoch, 15. April 2015

4 Tage in Seoul

Korean BBQ
Fischmarkt
In den Osterferien war ich mit meiner Gastfamilie für ein paar Tage in Seoul. Für mich war es sehr spannend eine neue asiatische Großstadt kennen zu lernen. Vor allem das Essen hat mir sehr gefallen. Manche Gerichte sind aber eher gewöhnungsbedürftig, wie zum Beispiel lebender Oktopus oder rohe Seegurke. Schlecht schmecken diese Dinge nicht, aber viele Menschen können sich nicht überwinden sie zu probieren (z.B. meine Gastmutter). Neben exotischen Meeresfrüchten, zeichnet sich die koreanische Küche auch durch sehr scharfes Essen aus.
Außer dem Essen, ist Seoul für Leute die shoppen wollen ein Paradies. Es gibt unzählige Einkaufszentren, die vor allem Frauenmode und Makeup  verkaufen.

Seegurke



Sonntag, 8. Februar 2015

A day away from the city

Neben Shopping, kann man in Hongkong noch viel mehr machen. Auch wenn es vielleicht etwas komisch erscheint, ist Hongkong sehr geeignet zum wandern. Wegen den zahlreichen Inseln mit bergigem Terrain und den New Territories (nördlichster Teil HKs) gibt es viele spektakuläre Wanderrouten. Der höchste Punkt Hongkongs ist über 950m hoch.

Am Samstag bin ich also um 8 Uhr aufgestanden, um mit zwei anderen Austauschschülern den höchsten Berg Lamma Islands zu erwandern. Nachdem wir mit einer Fähre von Hong Kong Island nach Lamma Island übergesetzt haben, sind wir insgesamt 5 Stunden gewandert - Erst auf den Gipfel und dann zum anderen Ende der Insel.

Montag, 5. Januar 2015

Silvester

Ein neues Jahr hat begonnen, aber geändert hat sich nichts großartig. Auch Weihnachten ist hier nicht viel mehr als jeder andere Feiertag. Dennoch hatte ich zum ersten mal Ferien, seitdem die Schule im September begann. Es waren fast zwei Wochen, trotzdem hieß es für alle meine Klassenkameraden lernen, weil jetzt zwei Wochen Examen anstehen. Ich schreibe zwar die Examen auch mit, aber lernen muss ich nicht, da die Ergebnisse egal sind.
An Silvester waren wir Austauschschüler zusammen am Hafen, um das Feuerwerk auf der gegenüberlegenen Seite zu sehen. Wir mussten bereits um 17:00 da sein, um einen Platz zu bekommen. Die Polizei riegelte nämlich alles großräumig ab, damit sie die Menschenmengen kontrollieren konnten. Folglich dauerte es nach dem 8 minütigen Feuerwerk eine gute Stunde, um die 300 meter entfernte Ubahnstation zu erreichen. Trotzdem muss ich sagen, dass alles ein sehr großes Spektakel und auf jeden Fall sehenswert war.

Donnerstag, 27. November 2014

Ich lebe noch!

Es ist Winter! Nicht wirklich...aber trotz 25°C muss ich die Winter Schuluniform tragen. Wenigstens ist sie, im Gegensatz zu der Sommer Version, nicht komplett weiß. Was aber auch heißt, dass ich in der schwarzen Hose nur um so mehr schwitze. Dass der Stoff dick und kratzig ist, macht alles nur noch schlimmer. Zusammen mit einem langärmligen Hemd, komplettiert eine Krawatte mit Schul-Emblem das Ensemble. Ich habe zwar noch nie eine Krawatte getragen, trotzdem muss ich aber sagen, dass diese hier nicht sonderlich bequem ist. Aber was hilft es sich zu beschweren? Als echter Hong Kong Chinese muss man da eben durch!
Winter Uniform

Letzte Woche waren außerdem die Bundesjugendspiele, hier heißt das ganze aber "Sportsday". Ich habe nie wirklich verstanden, warum es "Sportsday" heißt, wenn es eigentlich zwei Tage waren. Jedenfalls wurde es mit einer großen Parade und einer Rede eröffnet. Nachdem der Schulleiter einen symbolischen Startschuss abgefeuert hatte, konnten sich wir Schüler in diversen Disziplinen messen. Jeder durfte sich für bis zu drei verschiedene anmelden. Ich suchte mir 800m, 1500m und Speerwerfen aus. Die 800m waren schneller vorbei als erwartet und ich lief als vierter über die Ziellinie. Mein nächsten Rennen waren dann die 1500m. Ich musste also fast vier Runden laufen. Als ich aber nach vier Runden als erster ins Ziel kam, blieb die Uhr nicht stehen und mir wurde gesagt ich solle weiter laufen. Nach der fünften Runde bimmelten die Rennaufseher mit der Glocke um die letzte Runde anzukündigen. Jetzt blieb ich aber stehen weil auch mein Sportlehrer in den Zielbereich kam und meinte, dass ich zu viel gelaufen sei. Wie es sich herausstellte hatten die Schüler verantwortlich für das Rennen, meine Runden falsch gezählt. Am Ende wollten sie das Rennen wiederholen, aber keiner von uns wollte noch einmal bei diesen Temperaturen rennen. Also hatte ich zwar gewonnen, aber eine Medallie gab es trotzdem nicht, weil meine Zeit inoffiziell war. Das Speerwerfen lief auch nicht besser: Der erste Wurf hätte mir zwar den dritten Platz gebracht, aber ich übertrat. Und der zweite und letzte blieb nicht im Boden stecken. Ohne Medallie schloss ich also die "Sportsday(s)" ab. Das war aber überhaupt nicht schlimm weil alle Schüler und Lehrer viel Spaß hatten.

Mit ein paar anderen Gastfamilien und deren Austauschschülern veranstalltete meine Gastfamilie ein Abendessen, bei welchem wir Austauschschüler jeweils etwas aus unserem Heimatland kochen sollten. Die anderen zwei Austauschschüler machten jeweils Spaghetti und Crepes. Ich versuchte mich an Frikadellen und Bratkartoffeln. Zu meiner Überraschung konnte man das Ergibnis sogar als solches bezeichnen. Bei der Planung dafür fragte mich meine Gastfamilie, wie viel Reis man denn pro Person dazu rechnen müsste. Ich musste mir mein Lachen verkneifen und erklärte, dass man in Deutschland auch Dinge ohne Reis isst. Dennoch schien den es den Chinesen zu schmecken, weil als ich auch eine Frikadelle probieren wollte, waren alle weg.

So, dies soll es jetzt auch erstmal für meinen kleinen Eintrag hier sein. Die deutsche Kommasetzung beherrsche ich zwar nicht wirklich, dennoch hoffe ich aber, dass ich in Zukunft häufiger zum Schreiben komme.









Dienstag, 23. September 2014

Clearwater Bay & Sky 100



Ich weiß es war jetzt schon etwas länger her, dass ich hier was gepostet habe, aber ich war/bin sehr mit der Schule beschäftigt. Jeden Tag Hausaufgaben kennt man aus Deutschland ja gar nicht.
Auf jeden Fall aber, war dieses Wochenende voller AFS Aktivitäten:
Vom Central Ferry Pier aus, sind wir morgens mit einen Boot zur Clearwater Bay gefahren, um dort den Tag zu verbringen. Von dem Boot konnte man super ins Wasser springen, obwohl das Wasser überhaupt nicht klar war, wie der Name eigentlich andeutet. Es war einfach eine gute Gelegenheit Zeit mit den anderen Austauschschülern zu verbringen und sich auszutauschen.

Einen Tag später waren wir dann noch alle zusammen auf der Aussichtsplattform (Sky 100) des ICC-Towers, welches das höchste Gebäude in Hongkong ist. Oben hat man einen fantastischen 360° Rundblick. Es war das erste Mal für mich Hongkong von so weit oben zu sehen. Wie man aber auf dem Foto sieht gab es viel Smog.

Sonntag, 7. September 2014

Schule in Hongkong



Nach einer Woche Schule, kann ich sagen, dass der Unterricht hier ganz anders ist, als in Deutschland.
Wenn der Lehrer herein kommt stehen alle Schüler auf, verbeugen sich und sagen im Chor: „Good morning Mr. X“. Während der Stunde redet der Lehrer fast immer in ein Mikrofon oder ein Headset. Dabei zeigt er eine Powerpoint Präsentation. In dem Orientierungscamp wurde hier von PowerPOINTLESS gesprochen.
 
Im Gegensatz zu Deutschland zählt die mündliche Leistung nicht oder ist unbedeutend. Deshalb meldet sich nie jemand, auch wenn der Lehrer die einfachste Frage stellt, hebt meist keiner die Hand. Die Angst, die falsche Antwort zu sagen hält alle zurück. Keiner will „sein Gesicht verlieren“.
Der Unterricht besteht also Hauptsächlich aus einem Monolog des Lehrers, wenn auch einige Lehrer ab und zu die Schüler fragen.

 
Meine Schule
Am Ende verbeugen sich noch alle und sagen im Chor: „Goodbye and Thank you Mr. X“.
 
Nach dem Unterricht fragen dann die Schüler den Lehrer im Einzelgespräch Fragen. Viele Lehrer wollen dies nicht im Unterricht, denn möglicherweise wissen sie die Antwort zu der Frage nicht und können so „ihr Gesicht verlieren“.
Außerdem stehen hier die Noten viel mehr in Vordergrund. Andauernd werden irgendwelche Statistiken vorgelesen und erzählt, was passiert, wenn man versagt. Dementsprechend ist auch die Mentalität der Schüler gepolt.
 
Neben der Schule unterhalten sich die Schüler fast ausschließlich mit elektronischen Medien: Die Jungen durch Videospiele und die Mädchen durch ihre Handys. Wenige machen hier zum Spaß Sport oder treffen sich mit Freunden.

Zusammenfassend kann man aber auch sagen, dass die Schüler hier mehr Disziplin und Lernwille haben, der in Deutschland vielen Schülern fehlt.   

Montag, 1. September 2014

Erster Schultag




Um 9:00 Uhr begann mein erster Schultag. In meiner neuen Schuluniform bin ich zur Schule gewatschelt (eigentlich mit Bus und Minibus, aber in den schwarzen Lederschuhen kann man nur watscheln). Sonst gehört zur Uniform noch ein Paar weiße lange Socken ohne Markenlogo, eine lange weiße Hose, ein schwarzer dünner Gürtel mit dezenter Schnalle, ein weißes Unterhemd und das weiße Hemd. Zusätzlich darf man, außer einer Armbanduhr nichts ändern oder hinzufügen (Ich wollte den obersten Hemdknopf öffnen und durfte nicht). Ziel der Schule ist, dass alle gleich sind und keiner besonders ist.

Schuluniform ohne Schuhe
Am ersten Schultag gab es neben einer Stunde bei der Klassenlehrerin, eine sehr offizielle Eröffnungszeremonie. Alle mussten klassenweise in die Aula einlaufen und sich setzen. Nach einer Schweigeminute, für eine im Autounfall verunglückte Lehrerin, wurden zuerst die Nationalhymne und dann das Schullied gesungen. Die beiden „Head-Prefects“, welche die Feier moderierten kündigten dann den Schuldirektor an, der eine Rede an uns Schüler hielt. Er hat uns erklärt, wie wichtig Fleiß im Leben ist und wie wir unsere Ziele erreichen sollen. Zuletzt wurde ich noch vorgestellt und musste aufstehen; Lauter Applaus.
Anschließend wurden noch die besten Schüler des letzten Jahr geehrt und die neuen „Prefects“ vorgestellt.
Nach einer Rede der beiden neuen „Head-Prefects“, war die Zeremonie dann auch vorbei und ich wurde nochmals erwähnt; das Selbe wie vorher.
In Reih und Glied verließen wir wieder die Aula und fanden uns in unseren Klassenräumen ein. Alle wollten mir „Hallo“ sagen und es wurde viel gekichert, vor allem aber die Mädchen. Nach einigen Formalitäten war dann mein erster Schultag um 12:00 zu Ende.

Mittagessen
Zur Erklärung: Prefects sind Schüler, die helfen die Schüler zu kontrollieren (Schuluniform, Verhalten etc.). Generell sind sie nicht sehr beliebt, weil viele alles an Lehrer verpetzen und sich dort einschleimen.

Mit ein paar meiner Klassenkameraden war ich dann noch beim Japaner Mittag essen (kein Sushi).

Abends kam dann mein Gastvater mit einem riesen Wanderrucksack aus dem Urlaub nach Hause. Keine Stunde später musste er wieder zum „Rock climbing“ los.